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Dienstag, 12. Dezember 2017

Religion

Evangelische und katholische Religionslehre

Beide christlichen Kirchen verzeichnen starke Rückgänge in der Zahl ihrer Mitglieder. Viele Menschen scheinen der Ansicht zu sein, Religion habe keine Bedeutung mehr für ihr Leben. Demgegenüber sprechen die hohen Auflagen esoterischer Bücher sowie das Interesse an fernöstlichen Religionen dafür, dass bei näherem Hinsehen viele Menschen auch weiterhin Interesse an religiösen Fragen und Erfahrungen haben. Die Fragen zum Beispiel nach dem Sinn des Lebens, nach ethischer Orientierung, die Erfahrung von Leid und Schuld, aber auch der Glaube an die Liebe lassen Menschen auch in unserer Zeit nicht los. Konsum, Medien und Vergnügungsmöglichkeiten aller Art scheinen hier jedoch wenig tragfähige Antworten oder Hilfen geben zu können. Das Christentum hat von jeher versucht, diese existenziellen menschlichen Fragen und Themen in den Blick zu nehmen, Antworten zu finden, Wege aufzuzeigen.
Der Religionsunterricht der Oberstufe versteht sich nich als kirchliche Unterweisung. Er bietet ein offenes, dialogisches Angebot auf christlicher Grundlage. Hierzu sind auch Nichtchristen herzlich eingeladen! Er bietet neben der Diskussion . auch aktueller ethischer Themen - Infromationen über die Grundlagen christlichen Glaubens und trägt dadurch auch zum Verständnis unserer geschichtlich gewachsenen gesellschaftlichen Wirklichkeit bei. Hierbei soll er insgesamt dem Einzelnen Orientierungshilfe in seinem religiösen, ethischen, weltanschaulichen Suchen bieten.
Schülerinnen und Schüler die nicht den Religionsunterricht besuchen, müssen am Ethikunterricht teilnehmen.

Jahrgangsstufen 10/11/12

Evangelische Religion
E1: Religion erfahren
Religion und Formen religiöser Erfahrung / Religion zwischen Säkularisation und Formen der neuen Religiosität / Begegnungen der Religionen / Buddhismus

E2: Heilige Schrift(en) verstehen
Ist die Bibel wahr? / Auslegung der Bibel / Bibel, Tenach und Koran

Q1: Jesus Christus nachfolgen
Die neutestamentliche Überlieferung von jesus als dem Christus / Tod und Auferweckung / Jesus Christus und die Kirche

Q2: Als Mensch handeln
Christliche Menschenbilder / Glaube - Wissenschaft - Technik / Eine ethische Fragestellung in ihrer aktuellen und historischen Dimension

Q3: Nach Gott fragen
Biblischer Gottesglaube / Gott des Christentums und Gottesvorstellungen in den Religionen / Religionskritik und Theodizeefrage

Q4: Als Christ leben
Christ-Sein und Engagement

 

Katholische Religion
E1: Religion/Glaube/Wissen:
Naturwissenschaftliche Weltentstehungsmodelle und christliche Schöpfungsvorstellung - sind diese invereinbar? Welche Verantwortung haben die Naturwissenschaften, aber auch die Religionen gegenüber der Schöpfung? Was bedeutet Glauben? Wie unterscheidet er sich vom Wissen? Sind beide miteinander vereinbar?

E2: Biblische Erfahrungen:
Das Alte Testament als eigenständiges Zeugnis des "Alten Bundes" under der Offenbarung Gottes. Wie hängen das "Neue" und das "Alte" Testament zusammen? Inwiefern ist das Alte Testament ein Schlüssel zum Neuen Testament? Was sind Leitmotive beider Bücher und wie bestimmen diese die kirchliche Glaubensgemeinschaft? Wie begegnet uns Gott im Alten, wie im Neuen Testament?

Q1: Jesus Christus, Hottes letztgültiges Wort:
Der Hott Jesu / Gottesreichsverkündigung / Jesu Ethik / Jesu Gegner / Glaubensanfänge Jugendlicher / Der historische Jesus - der geglaube Christus.

Q2: Die Kirche Christi und die Weltverantwortung:
Kirche und Gesellschaft / Kirche und Ethik / Das Selbstverständnis von Kirchen / Jugendliche und Kirche / Privatisierung von Kirche / Weihnachen und Ostern - Feste des Konsums?

Q3: Fragen nach Gott:
Glaubenszeugnisse im Alten und Neuen Testament sowie in den Kirchen / Gottesglaube und Vernunft / Theodizeefrage / Die religiöse Deutung der eigenen Existenz / Religionskritik / Funktionalisierung von Gottesbildern.

Q4: Die Frage nach dem Mensch und seiner Verantwortung:
Das biblisch - christliche Menschenbild / Die christliche Begründung verantwortlichen Handelns / Christsein / Das Menschenbild in der Unterhaltung und Werbung / Normen und Werte in der der pluralistischen Gesellschaft / Die Würde und Freiheit des Menschen in der Konsum- und Leistungsgesellschaft.

 

Ethik
Ethik ist Ersatzfach für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Der Ethikunterricht will ein kritisches Verständnis für die in der Gesellschaft wirksamen Wertvorstellungen und Normen vermitteln und den Zugang zu philosophischen, weltanschaulichen und religionskundlichen Fragen eröffnen. Er orientiert sich in seinen Zielen und Inhalten an den Grundwerten, wie sie in der Verfassung des Landes Hessen und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland niedergelegt sind. Dazu gehören insbesondere Menschenwürde, Freiheit, Toleranz und Gerechtigkeit. Ziel des Ethikunterrichtes ist die Vermittlung einer ethischen Grundbildung und die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu verantwortungs- und wertbewusstem Urteilen und Handeln.


E1: Glück
Eigene und fremde Vorstellungen vom gelingenden Leben / Triebkräfte menschlichen Handelns / Glücksethiken / Einsprüche gegen das Glück

E2: Religiöse Sinngebung des Lebens
Erscheinungsweisen von Religion / Grundlinien der Ethik in den Religionen / Religionskritik

Q1: Menschenbilder in Philosophie und Wissenschaft
Auszeichnende und abgrenzende Merkmale des Menschen in Philosophie und philosophischer Anthropologie / Menschenbilder der modernen Humanwissenschaft / Bioethik und Menschenwürde

Q2: Vernunft und Gewissen
Das Gewissen in der Lebenswirklichkeit des Menschen / Die Vernunft als Prüfstein vorhandener Werte und Normen / Normbegründungen in der moralphilosophischen Tradition.

Q3: Recht und Gerechtigkeit in Gesellschaft, Staat und Staatengemeinschaft
Gerechtigkeitsempfinden und Gerechtigkeitsmaßstäbe / Geltung des Rechtes und der Rechtsstaatlichkeit / Menschenrechte / Strafrechtstheorien: Die Legimitation des Strafens.

Q4: Natur und Technik
Naturbegriff/Technikbegriff / Ethische Fragestellungen der Herstellung, Anwendung und Kontrolle technischer Produkte / Technische Entwicklung und Verantwortung.