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Dienstag, 12. Dezember 2017

Geschichte

Warum ausgerechnet Geschichte? Geschichte, so kann man immer wieder lesen, ist historische Erinnerung, eine Erinnerung an Vergangenes, das im Wesentlichen bereits vor unserer Lebensgeschichte geschehen ist. Erinnerung aber ist eine menschliche Fähigkeit, sogar ein menschliches Bedürfnis.

Immer wieder haben Menschen ihre Erfahrungen festgehalten, damit sie selbst und ihre Nachfahren daraus lernen konnten. Die Geschichtsschreibung entstand, weil Menschen in der Vergangenheit die Ursachen für Probleme und Konflikte ihrer Gegenwart suchten und ihre Erkenntnisse schriftlich festhielten, für ihre Mitbürger und die Nachwelt. Die menschliche Neugier, das Fragen nach Zusammenhängen und Gründen, die Entdeckerfreude prägt die Beschäftigung mit der Vergangenheit und ihren Zeugnissen, den verschiedensten Formen der Erinnerung.

In der Schule bietet das Unterrichtsfach Geschichte den institutionellen Rahmen dafür, Fragen an die Vergangenheit zu stellen, Ursachen verschiedenster Phänomene zu suchen, Zusammenhänge zu erkennen oder auch nur interessante Ereignisse und Personen kennen zu lernen. Vorgesehen ist, dass sie im Rahmen eines chronologischen Durchlaufs von der Klassischen Antike bis zur Deutschen Wiedervereinigung anhand unterschiedlichster Materialien und mit Hilfe verschiedener Methoden exemplarisch historische Fragestellungen bearbeiten. 

So steht die E1 unter dem Rahmenthema „Strukturmerkmale traditionaler europäi­scher Gesellschaften“, das einen weiten Bogen von der griechi­schen und römischen Antike bis zum Mittelalter spannt. Bei der Beschäftigung mit diesen im eigentlichen Sinne „unmodernen“ Gesellschaften, die sich auf den ersten Blick so deutlich von unserer Gesellschaft unterscheiden, entwickeln Sie Untersuchungskriterien und üben historische Methoden ein.

Während der E2 steht die Frühe Neuzeit im Mittelpunkt. Das Rahmenthema lautet: „Wandel und Veränderung traditionaler Strukturen“. Die Prozesse sollen analysiert werden, in denen sich der Wandel Europas vom Mittelalter zur Neuzeit fassen lässt. Hierbei ist es entscheidend das Wechselspiel von Kontinuitäten und Umbrüchen zu erfassen. Haben Martin Luther, Galileo Galilei, Immanuel Kant die Welt verän­dert? Oder galten für das Leben der Menschen und ihre Rolle in der Ständegesellschaft nicht doch noch die gleichen Bedingungen wie für ihre Vorfahren im Mittelalter?

In der Q1 werden unter dem Thema „Gesellschaftliche Veränderungsprozesse am Beginn der Moderne“ die entscheidenden politischen Revolutionen in Europa und ihre Folgen erarbeitet werden. Außerdem werden die Ausgangsbedingungen der Industriellen Re­volution, bzw. Industrialisierung, und die mit ihr verbundenen tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen Thema sein. Auch die Macht- und Geltungspolitik der imperialistischen Staaten und die Konsequenzen für das internationale Beziehungsgeflecht bilden einen wichtigen Themenkomplex.

Kontrastiv werden während der Q2 “Modernität und Antimodernität in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus" untersucht. Hierbei sind vor allem die Aspekte Weimarer Republik im Kontrast zum nationalsozialistischen Führer­staat, Modernisierung des Kapitalismus im Kontrast zur Wirtschafts- und Sozialpolitik des Nationalsozialismus, Außenpolitik der Weimarer Republik im Kontrast zur nationalsozialistischen Außenpolitik, Verfolgung und Ermordung europäischer Juden, Widerstand von besonderer Bedeutung.

Im Verlauf der Q3 werden „Konflikt und Kooperation in der Welt nach 1945“ auf der weltpolitischen Ebene (Von der Bipolarität zur Multipolarität), der europäischen Ebene (Integration und neue Nationalismen) und der deutschen Ebene (Teilung und Einheit) thematisiert.

In der Q4 schließlich werden „Schlüsselprobleme der Gegenwart in ihrer historischen und in ihrer zukunftsrelevanten Dimension“ wieder aufgegriffen, so dass die Deutsche Geschichte im Spannungsfeld von Restauration und Modernisierung verortet werden kann.

 

Geschichte bilingual
Geschichte auf Englisch - geht das? Das werden sich manche von Ihnen fragen. Hat das Sinn? Ist das nicht viel zu schwer?
Nun, wir versuchen es an unserer Schule, und es ist leichter, als viele denken, auch ohne Englisch-Orientierungskurs.
Am Anfang machen wir noch sehr viel auf Deutsch, das Alte Rom, dann das Mittelalter, einmal zum Üben, dann aber auch, weil es nicht so viel Materialien auf Englisch gibt. So ab 1200 wird das besser, und für die Neuzeit gibt es viel, wobei die deutschen Originaltexte bleiben, wie sie sind.
Wir folgen dem ganz normalen Themenplan, so dass ein Wechsel in einen deutschsprachigen Geschichtskurs jeweils zum Halbjahr möglich ist. Wir haben in der Einführungsphase aber auch eine Stunde mehr.
Die Unterrichtssprache ist zunehmend Englisch, und auch bei den Arbeiten soll mehr und mehr Englisch geschrieben werden. Bei der Bewertung steht aber immer die Geschichtsleistung im Vordergrund; die sprachliche Leistung ist weniger wichtig. Die meisten Schülerinnen und Schüler profitieren aber auf für ihren Englischunterricht.