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Sonntag, 10. Dezember 2017

Geschichtswerkstatt

 

Mit dem Beginn des Schuljahres 07/0 wurde an der Geschwister-Scholl-Schule eine „Geschichtswerkstatt“eingerichtet. Und keine Angst, in einer Geschichtswerkstatt zimmern wir uns nicht unserer eigene Geschichte zusammen oder übertünchen ein paar Flecken unserer Vergangenheit. Vielmehr können Schülerinnen und Schüler in dieser Arbeitsgemeinschaft die Arbeitsmethoden eines Historikers /Historikerin, seine/ihre Werkzeuge ausprobieren:

  • im Archiv recherchieren
  • bibliographieren
  • Quellen auswerten
  • Zeitzeugen befragen
  • Arbeitsergebnisse in den unterschiedlichen Medien präsentieren
  • und vieles mehr.

Dies geschieht, indem die Schülerinnen und Schüler und die betreuenden Lehrer (in diesem Schuljahr: Herr Haase, Frau Büchling-Henkel, Herr Schmidt und Frau Eickhoff) gemeinsam zu einem Thema historisch forschen.

Für eine so angelegte Projektarbeit sind vor allem Themen geeignet, die den Schülerinnen zeitlich und räumlich nahe sind, d. h. Themen aus der jüngeren Lokal- und Regionalgeschichte. Deshalb haben wir uns als ersten thematischen Schwerpunkt die Schulgeschichte, speziell die Problematik der Namensgebung unserer Schule im Jahr 1959 ausgewählt. Ein Thema, das für uns natürlich interessant ist, weil wir als Schulgemeinschaft durch den Namen unserer Schule auch beeinflusst werden. Denn wir sehen in den Geschwistern Scholl und den anderen Mitgliedern der Weißen Rose Vorbilder für Zivilcourage und selbstbestimmte Gedankenfreiheit, ihre Flugblätter sind ein Zeichen der Humanität in der Zeit der NS-Diktatur.

Doch 1959 war die Entscheidung für diesen Schulnamen nicht unumstritten. Das Ziel der Arbeit der Geschichtswerkstatt ist es nun, die Motive der Beteiligten zu erforschen, die Begründung der konkurrierenden Namensvorschläge herauszufinden und die Debatte in der Lokalpolitik zu verorten. Auch die Frage, wie die Namensgebung nachgewirkt hat, ist für uns interessant. Diese Erkenntnisse wollen wir in den größeren Zusammenhang der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte und der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit stellen.

Bei Interesse an einer Mitarbeit bitte bei Herrn Haase oder Frau Eickhoff melden oder einfach bei einem der nächsten Treffen vorbeischauen!