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Montag, 11. Dezember 2017

Latein – auch nach über 2000 Jahren noch aktuell

Die Bedeutung von Latein ist auch im 21. Jahrhundert immer noch hoch. Sein Wert bei dem Erlernen der romanischen Sprachen wie Französisch, Italienisch, Spanisch, aber auch nicht-romanischer Sprachen wie  Englisch ist dabei nur ein Pluspunkt unter vielen.

Ab der Einführungsphase genießt Textarbeit Vorrang. Sie haben die Möglichkeit bedeutende Autoren der Weltliteratur kennen zu lernen und Einblicke in eine Kultur zu gewinnen, die bei aller Fremdartigkeit wertvolle Erkenntnisse für unsere Zeit bietet. Die Halbjahre stehen jeweils unter einem übergeordneten Thema (E I/II: Antike Kultur und Gegenwart, Q I: Rhetorik, Q II: Staat und Gesellschaft, Q III: Philosophie, Q IV: Dichtung). Wie Sie schon an diesen Stichworten sehen können, werden Sie sich mit ganz unterschiedlichen Themen und Texten auseinandersetzen.

In diesem Rahmen kann z.B. die Darstellung fremder Völker aus römischer Sicht, die politische Funktion römischer Geschichtsschreibung, die tragische Liebe zwischen Aeneas und Dido oder auch der Konflikt der Chri­sten mit dem römischen Staat untersucht werden. Dabei bleibt die Aktualität solcher Themen immer im Blick, Begriffe wie Toleranz, Diskriminierung, Gleich­heit, der Unterschied zwischen Arm und Reich, politisches Sendungsbewusstsein werden zu diskutieren sein.

Dabei wird auch die sprachliche Arbeit nicht zu kurz kommen. Insbesondere für Schüler/innen, die Latein als dritte Fremdsprache erlernen, wird weiter Grammatikarbeit un­umgänglich sein. In einer Einführungsphase wird die Grammatik gezielt als Grundlage für die Textarbeit wiederholt und dies dazu genutzt, um eine gemeinsame Ausgangsbasis für die Qualifikationsphase zu schaffen.

Das Latinum, das nach fünf Jahren Sprachunterricht mit einer mindestens ausreichenden Abschlussnote erreicht wird, ist auch heute noch Zugangsvoraussetzung für viele Studiengänge und die meisten Promotionen.