Sie sind hier: Schulangebot / Projekte / Projektwoche / ProWo 2011

Dienstag, 19. September 2017

Projektwoche 2011

Die HNA berichtete am 28.01.2011 (http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/melsungen/buddha-antike-kicker-1101170.html):

Geschwister-Scholl-Schüler forschten und lernten eine Woche lang jenseits des Lehrplans

Buddha und antike Kicker

MELSUNGEN. Schon die Azteken und Maya des alten Mexiko haben Fußball gespielt – eine überraschende Erkenntnis junger Forscherinnen bei den Projekttagen an der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule. Am Donnerstag haben die Gymnasiasten die Ergebnisse einer Woche freier, kreativer Arbeit jenseits des Lehrplans vorgestellt.

Seeräuber in der Schule: Die Gruppe um Franziska Holzhauer und Melissa-Joy Degenhardt (vorn, von links) lief in schrillem Piraten-Outfit Werbung für den bunten Abend der Schule, der am kommenden Donnerstag in der Aula stattfinden soll. Foto:  Berger

Seeräuber in der Schule: Die Gruppe um Franziska Holzhauer und Melissa-Joy Degenhardt (vorn, von links) lief in schrillem Piraten-Outfit Werbung für den bunten Abend der Schule, der am kommenden Donnerstag in der Aula stattfinden soll. Foto:  Berger

Und die Resultate konnten sich sehen lassen. Von der Bedeutung der französischen Sprache in der Welt bis zum Buddhismus reichte das Spektrum der Themen. Die Schüler im Alter von 15 bis 19 Jahren hatten sich einiges ausgedacht, um ihrer Projektwoche Sinn und Inhalt zu verleihen.

Mit der Geschichte des Sports befassten sich unter anderen Lara Theis und Christina Seeber, beide aus der Jahrgangsstufe 11. „Wir haben uns gefragt, wie alt die verschiedenen Sportarten wohl sind“, erklärte Lara Theis. Das sei nicht ganz einfach zu recherchieren gewesen, doch eine Spur führte dann beispielsweise bis zu den alten mittelamerikanischen Kickern.

„Die Projekte sind vom Niveau natürlich der Oberstufe angepasst“, sagte Jörn Dahlke, Lehrer für Deutsch und Religion und Organisationsverantwortlicher der Projektvorstellung. „Bei uns sind die Projekttage nicht gleichbedeutend mit unterrichtsfreier Zeit und Faulenzerei“, betonte Dahlke. Im Gegenteil: Die Gymnasiasten befassten sich von Montag bis Mittwoch in kleinen Arbeitsgruppen mit den Naturwissenschaften ebenso wie mit Kunst und Kultur, Politik und Geschichte sowie mit Technik und auch mit Stressvorbeugung.

Duft und Massage

„So ist es für uns Schüler wichtig, dem täglichen Stress einen Gegenpol zu bieten“, sagte Monja Siemon aus der Jahrgangsstufe 11. Monja betreute zusammen mit ihren Mitschülerinnen den Raum der Ruhe, in dem die Besucher eine Massage genießen oder einfach ein paar Minuten den Duft der Räucherstäbchen einatmen und sich entspannen konnten.

Einige Meter weiter standen die Schüler der Literaturgruppe dem Publikum Rede und Antwort. „Viele halten die Dichtung für altmodisch und unzeitgemäß“, sagte Klaudia Völz aus der Jahrgangsstufe 12. Doch das treffe nicht zu: Die Dichtkunst vermittele Wissen, Gefühl und Verständnis. Das haben die Gruppenteilnehmer gleich selber ausprobiert und eine moderne Adaption des Schiller-Dramas Maria Stuart geschrieben.

Insgesamt 550 Schüler füllten die Projekttage der Geschwister-Scholl-Schule mit Leben. Das Besondere daran sei, so Lehrer Jörn Dahlke, „dass die Projekte nicht von Lehrern, sondern von unseren Schülern angeboten wurden“. Das sei eher ungewöhnlich, sagte Dahlke. An einem Oberstufengymnasium sei das aber der beste Weg, die Jugendlichen für Arbeitsgruppen zu begeistern.

Von Markus Berger