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Donnerstag, 19. Oktober 2017

Früh in den Beruf starten

Melsunger Gymnasiasten informierten sich über Möglichkeiten des Dualen Studiums

Melsungen. Nach der Schule eine Ausbildung beginnen oder doch lieber studieren? Viele Abiturienten tun sich schwer mit dieser wichtigen Entscheidung. Verständlicherweise, denn beide Wege bieten Vor- und Nachteile. Für einen attraktiven Mittelweg warb am Montag die Veranstaltungsreihe „Duales Studium im Klassenzimmer“ in der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule.

Informierten sich über das Duale Studium: die Schülerinnen Katharina Jakob und Anja Linge (Zweite und Dritte von rechts) mit Mirko Heßler, Maria Weidemann, Tobias Diesing, Susanne Hain und Martin Brauckhage.             Foto: Slawik/nhInformierten sich über das Duale Studium: die Schülerinnen Katharina Jakob und Anja Linge (Zweite und Dritte von rechts) mit Mirko Heßler, Maria Weidemann, Tobias Diesing, Susanne Hain und Martin Brauckhage.             Foto: Slawik/nh

 „Dadurch, dass man gleichzeitig eine Ausbildung und ein Studium macht, kann man das theoretische Wissen aus der Vorlesung direkt im Betrieb umsetzen“, erklärte Mirko Heßler den 120 Schülern der Jahrgangsstufe 12 der Geschwister-Scholl-Schule. Dadurch bleibe dual Studierenden auch der so genannte Praxisschock erspart, den Studenten häufig im Berufsleben erführen, so Heßler.

Mirko Heßler und Tobias Diesing studieren an der Hessischen Berufsakademie in Kassel. Gleichzeitig absolvieren sie eine Ausbildung, Mirko Heßler bei Mercedes Benz in Kassel, Tobias Diesing bei der B. Braun Melsungen AG. Dadurch erwerben die beiden Studenten den Bachelor-Abschluss und haben zusätzlich eine abgeschlossene Ausbildung in der Tasche – also zwei Abschlüsse in nur drei Jahren. „Außerdem liegt man durch die Ausbildungsvergütung auch seinen Eltern nicht auf der Tasche“, sagt Mirko Heßler.

Vorteil für Betriebe

Das duale Studium hat auch Vorteile für Betriebe. Sie haben die Möglichkeit, qualifizierte, junge Menschen früh in den Beruf einzugliedern. Dabei übernehmen sie, ähnlich einem Stipendium, sämtliche Kosten für Ausbildung und Studium. Anschließend folgt die Übernahme in den Betrieb und somit ein sicherer Arbeitsplatz. Dual Studierenden wird also viel geboten, es wird ihnen aber auch viel abverlangt.

Nach der Arbeit im Betrieb oder der Berufsschule morgens folgen Vorlesungen am Abend und am Wochenende. „Es kommt vor, dass Freunde auf eine Party gehen, und ich muss mich stattdessen vorbereiten“, erzählt Mirko Heßler den Abiturienten. „Gutes Selbst- und Zeitmanagement ist das A und O“, findet Maria Weidemann von der Hessischen Berufsakademie.

Viele Schüler zeigten sich interessiert am dualen Studieren. „Generell ist das eine gute Idee, aber leider wird es für kein Gebiet angeboten, das mich interessiert“, sagt Anja Linge, die besonders Sprachen interessant findet. Die Hauptbranchen des dualen Studiums sind Informatik, Wirtschaft und das Ingenieurwesen. Vor allem in den Geisteswissenschaften sei duales Studieren kaum möglich, da es hier keine festen Berufsbilder oder Betriebe gebe, erklärte Elisabeth Exler, die die Veranstaltung moderierte. (nh)

Von Till Slawik

Quelle: http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/melsungen/frueh-beruf-starten-893179.html

Zwei in eins!! - Duales Studium

,Duales Studium’ an der GSS in Melsungen vorgestellt

Melsungen. Rund 120 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen informierten sich am Montag im Rahmen der Veranstaltung „Duales Studium im Klassenzimmer“ über das Duale Studium, ein Berufsqualifizierungsmodell, das die theoretische Ausbildung an einer Hochschule oder Berufsakademie mit der praktischen Ausbildung in einem Betrieb verzahnt. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Hessischen Berufsakademie (BA), dem Mercedes Benz Werk Kassel und B. Braun.

Erfolgsgeheimnis

Elisabeth Exler vom Kampagnenbüro Duales Studium Hessen stellte die besonderen Merkmale dualer Studiengänge heraus: „Der Grundgedanke des Dualen Studiums ist gleichzeitig sein Erfolgsgeheimnis: Wissenschaft und Praxis sind im Rahm en einer Partnerschaft zwischen Hochschule beziehungsweise Berufsakademie und Unternehmen miteinander verzahnt.“
Maria Weidemann, Geschäftsleiterin der Hessischen BA Kassel, ergänzte: „Wer als Abiturient oder Fachabiturient parallel zur beruflichen Ausbildung an der Hessischen Berufsakademie studiert, hat nach drei Jahren neben dem IHK-Abschluss auch einen staatlich anerkannten Bachelor-Abschluss und zusätzlich die von Unternehmen geforderte Berufspraxis. Das zahlt sich aus, denn der größte Teil unserer Absolventen wird nach der Ausbildung vom Unternehmen übernommen. Kein Wunder – unsere Studierenden können ihr theoretisches Wissen aus den Vorlesungen unmittelbar im Unternehmen einsetzen. Für ihre weitere Karriere ist diese Verbindung von Theorie und Praxis ein optimaler Start.“ Warum sich die B. Braun Melsungen für das Duale Studium als eins ihrer Ausbildungsmodelle entschieden hat, schilderte Susanne Hain: „B.Braun  ist ein innovatives und, erfreulicherweise, weiterhin expandierendes Unternehmen. 

Bedarf ist da

Der Bedarf an hochqualifiziertem Personal ist ein Dauerthema. Daher haben bei uns dual Studierende einen hohen Stellenwert im Recruiting-Prozess. Durch viele ergänzende und ausbildungsbegleitende Maßnahmen erlangen die Berufseinsteiger ein sehr wertvolles Profil, um schließlich auch als wertvolle Mitarbeiter das Unternehmen zu unterstützen. Hier ist unser Motto: ‚Wir sind interessiert an Dir als zukünftigem Kollegen und als Mensch‘. Deshalb zählt B.Braun zu den Top-Arbeitgebern in Deutschland.“ Tobias Diesing und Mirko Heßler studieren beide an der Hessischen Berufsakademie und berichteten den Melsunger Schülern von ihren Erfahrungen mit dem Dualen Studium. Die direkte Anwendbarkeit der Theorie im Berufsalltag sowie die finanzielle Absicherung durch die Unternehmen hätten sie überzeugt, diesen Ausbildungsweg zu wählen. Die Veranstaltungsreihe wird noch das gesamte Jahr hindurch in weiteren Schulen in ganz Hessen fortgeführt. Weitere Informationen unter www.dualesstudium-hessen.de.

 

Quelle: Heimatnachrichten 25.08.2010