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Samstag, 23. September 2017

Die „Musikalisch-Literarischen Abende“

 

Die Musikalisch-Literarischen Abende oder auch „Bunten Abende“ sind mittlerweile ein fester Bestandteil des „Kulturprogramms“ der GSS geworden und wurden im Jahr 2007 mit dem Reinhard-Selten-Preis ausgezeichnet. Bei diesen Abenden können kreative Schüler und Kurse ein- bis zweimal im Jahr unter einem vorgegebenen Motto Musisches und Literarisches, Ernstes und Humorvolles, Klassisches oder Aktuelles der Öffentlichkeit vorstellen. Im Jahre 2003 begannen die Inszenierungen mit dem „Romantischen Abend“, es folgten der „Tierische Abend“, „Alle Wetter“, „Zeit“, „Städte“ und „Licht und Schatten“. Während der Jubiläumswoche 2010 wurde „Geschwister – Zusammen ist man weniger allein“ aufgeführt. In jedem Jahr entwickeln die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Lehrerteam ein neues Programm unter einem frei gewählten thematischen Schwerpunkt.

 

„Von Titanic bis Aladin“ – der musikalisch literarische Abend 2017

Adaptiert aus der HNA vom 11.02.2017

Ein roter Teppich vom Eingang zum Veranstaltungsraum, Filmplakate an den Wänden: Das Motto des diesjährigen musikalisch-literarischen Abends in der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) „Von der Rolle“ wurde schon im Vorraum sichtbar, wo die Besucher noch ein paar Minuten warten mussten, bis sie zu ihren Plätzen strömen konnten.

Mit Szenen, Tanz und Sketchen, mit Chormusik und Big-Band-Sound aus Filmproduktionen, mit Eigenkompositionen verschiedener Ensembles unterhielten die Schüler der GSS das Publikum. Auch der Chor der Gesamtschule Melsungen unter der Leitung von Kathrin Melsheimer und der Jugendposaunenchor Melsungen unter der Leitung von Michael Eckhardt beteiligten sich an der Programmgestaltung.

„Bereits nach 4 Stunden Kartenverkauf waren beide Veranstaltungen ausverkauft,“ freute sich Elke Jenge, Lehrerin an der GSS und Leiterin der Big Band.

Das Thema „Von der Rolle“ wurde von verschiedenen Sei ten beleuchtet. Dabei gab es so manche lustige Überraschung: Ende der Spielszene aus James Bond (gespielt von Abdullah Akbar) zum Beispiel. Der Hauptakteuer ging nach vorne auf den Laufsteg und sagte den typischen Satz: „Mein Name ist Akbar. Abdullah Akbar“. Viel Gelächter ernteten Abdullah Akbar und Lea Wolf als Aladin und Jeannie. Zum Beispiel als Jeannie Aladin in drei kurzen Szenen müde auf die Bühne zog. Für Begeisterung sorgten auch Emma Schormann als Psychiaterin sowie Tim Lux, Kathy Bickert und Sophie Rossberg als überdrehte Familie. Das Besondere an der Familie: Sie unterhielten sich ausschließlich mit Filmzitaten.

Ernste Worte kamen dagegen von Hannah Stahl und Johanna Walker, die eine Rede an die Menschlichkeit hielten, dabei aus Reden von Meryl Streep und Charlie Chaplin zitierten.

Tolle Chormusik aus König der Löwen, Die Kinder des Monsieur Mathieu und das Lied The Lion sleeps tonight gehörten genauso zum Programm wie Big-Band-Sound aus Spiderman, Blues Brothers oder dem Film Titanic. Auch einzelne Gesangstalente wie Philipp Reis, Nina McLean und Tim Hesselbein präsentierten sich mit (Film-)Hits.

Damit auch rundum alles reibungslos funktionierte, gab es ein Team für die Technik, ein Team für die Regie, eines für den Bühnenumbau und eines fürs Catering in der Pause. Am Ende durften alle Akteure auf die Bühne, Erleichterung und Jubel nach einem gelungenen Abend, der von den Besuchern mit viel Beifall belohnt wurde.

Text: Agnes Dürr (HNA) 

 

Eine Reise durch die Zeit

 

Musikalisch-literarischer Abend mit vielen Talenten an der Geschwister-Scholl-Schule

 

Adaptiert aus der HNA vom 07.02.2015

„Gestern – Heute – Morgen“, so lautete das Thema des musikalisch-literarischen Abends der Geschwister- Scholl-Schule (GSS). An zwei Abenden präsentierten Schüler, was sie sich in einer Projektwoche ausgedacht und bis zum Bühnenauftritt unter dem Titel „Zeitreise“ ausgearbeitet hatten.

Von der Technik (unter der Regie von Moritz Wunsch) über die Bühne bis zur Musik, vom Catering bis zu den Texten – alles wurde selbst arrangiert, teilweise auch komponiert. Mit „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show eröffneten und beendeten alle Teilnehmer den Abend. „Zu diesem Thema, das durch Mehrheitsbeschluss festgelegt wurde, war es schwer, einen roten Faden zu finden“, sagte Elke Jenge, Musiklehrerin und Leiterin der Bigband an der GSS.

In sechs Sketchen wurde das Thema „Liebe durch die Zeit“ betrachtet. Es ging zum Beispiel um Fragen, wie sich die Beziehung und die Stellung von Mann und Frau im Laufe der Jahrhunderte verändert hat? Ferdinand Komiske spielte mit viel Komik einen jungen Mann, der mit Cybersprache in die Zeiten geworfen wird und eine Freundin sucht.

Er löst in alten Zeiten Empörung aus, wird in der Zukunft per technischer Stimme in die Schranken gewiesen bevor er endlich jemanden findet, der seine Sprache spricht.

Um die Zeit ging es auch in anderen Musikstücken, Texten und Spielszenen: Es waren Stücke wie „Flintstones“ (Kammermusikensemble), Eigenproduktionen wie „Time Changes“ (mit Sänger Ferdinand Komiske), eine „Zeit-Sprung“-Musik (Band), die Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Phil Collins, Bob Dylan und Michael Jackson miteinander verwob, und „BaRock“ (Kammermusik und Band) zu hören.

Bigband, Chor, Lehrerchörchen, Rhythmikgruppe, Solisten und verschiedene Ensembles präsentierten sich dem Publikum. Spielszenen setzten sich mal nachdenklich, mal mit viel Komik mit den Themen von Gestern und Heute auseinander.

Dabei wurden viele Talente sichtbar: Nina McLean begeisterte mit toller Stimme und begleitete sich am Klavier, Dorothea Przyswitt, Milena Kerst und Kim Luisa Schulze zeigten ihr schauspielerisches Talent. Laura Bonas und Luisa Engelbogen tanzten zu „The Feeling Reigns“, einem Song von und mit Nina McLean.

Mit jubelnden Applaus bedankte sich das Publikum für Szenen und einen kurzweiligen Abend. Dank gab es für die betreuenden Lehrer Ramona Helmig, Elke Bussiek, Jörn Dahlke, Julia Götte, Jan Kramer, Elke Jenge, Karin Vogel und Michael Eckhardt, die die jungen Menschen zur Bühnenreife begleitet haben.

Text: Agnes Dürr (HNA), Fotos: Jan Kramer 

 

Zauberhafte Abende an der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule

 

Adaptiert von HNA online: www.hna.de/lokales/melsungen/zauberhafte-abende-melsunger-geschwister-scholl-schule-3356611.html

 

In einen magischen Raum verwandelte sich die Aula der Melsunger Geschwister-Scholl-Schule am Donnerstag und Freitag während der Bunten Abende. Die Schüler brachten mit unterschiedlichsten Darbietungen den Saal zum Kochen und wurden mit reichlich Szenenapplaus belohnt.

Das Rezept für die zauberhaften Abende: man nehme junge Leute mit vielerlei Gaben, die Instrumenten Klänge zu entlocken wissen, eine liebliche Stimme ihr Eigen nennen, Worte wohl zu setzen wissen und mit Spiel verzaubern, tanzen können, der Alchemie kundig sind, sich mit Bühnentechnik auskennen, hilfreiche Hände haben und schmackhafte Gaumenfreuden herzustellen wissen.

Man gehe zu neun „Hexenmeistern“ - Elke Jenge (Big Band, Chor, Kammermusik), Elke Bussiek und Jörn Dahlke (Darstellendes Spiel, Deutsch), Jan Kramer, Julia Götte (Deutsch, Englisch), Carina Matthaei (Sport) und den Referendaren Marcus Noll, Karin Vogel und Stephanie Haas - und lerne dort, in Texten und Musik zu rühren und bühnenreife Mischungen herzustellen.

„Vieles, was Sie hier zu sehen und hören bekommen, ist medaillenverdächtig,“ begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Elfriede Stelzig am Freitag die Besucher. Und dann gab es von lustig bis nachdenklich, von klassisch bis Pop, von Gedichten und Geschichten bis Tanz kurze Beiträge, die Magie und Zauber, Tod und Märchen zum Thema hatten.

Vieles war neu überdacht und kombiniert: da wurden die Märchen Froschkönig und Die schöne Müllerin in die heutige Zeit übertragen, Der Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe mit der Herstellung von Drogen kombiniert, es gab eine Sprechfuge über Harry Potter sowie auch Musik und eine Puppenshow über ihn. Charlotte Nehring rezitierte den Erlkönig nicht nur, sondern spielte ihn in drei Rollen, aber am Ende war nicht das Kind, sondern das Pferd tot.

Philipp Kästner bezauberte mit Klaviermusik von Elton John, Multitalent Julia Salzmann sang nicht nur bühnenreif, sondern spielte auch Klavier, Posaune und Gitarre in einer Band. Mit immer neuen Gruppierungen, Chor, Big Band, Kammerensemble und Bands mit und ohne Gesang wurde drei Stunden lang Programm geboten.

Wie am Schnürchen klappten Technik und Umbauten, wurde blitzschnell auf der Bühne umgebaut. Lautstark forderten die Zuschauer: „Zugabe!“ Und es zogen die neun betreuenden Lehrer, alle als Katja Ebstein verkleidet, auf die Bühne und sangen: „Wunder gibt es immer wieder.“

Text: Agnes Dürr (HNA), Fotos: Jan Kramer

 

Schüler der Geschwister-Scholl-Schule luden zum musikalisch-literarischen Abend ein

Adaptiert aus der HNA vom 07.02.2013

Originalartikel: www.hna.de/lokales/melsungen/viel-talent-buehne-2739799.html

 

Melsungen. Geschmackssache – mit Essen spielt man (nicht): so lautete der Titel des literarisch-musikalischen Abends, den Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen am Mittwoch in der Aula der Schule präsentierten.

120 Schüler aus den Kursen Deutsch, Musik, Sport, Kunst und Darstellendes Spiel beteiligten sich und hatten ein reichhaltiges Programm rund um das Thema Essen zusammengestellt.

So bunt wie die Farben von Gemüse und Obst waren die Beiträge, die süß, scharf, bitter und salzig schmeckten. Viele verschiedene Arrangements mit kurzen Beiträgen verschafften dem Publikum einen kurzweiligen, lustigen bis skurrilen Abend. Da waren zum Beispiel Gedichte von Ringelnatz, Schwarzmann und Grass zu hören, aber auch Eigenes trugen die Schüler vor.

Es gab Musik von den Toten Hosen, den Prinzen und Silbermond und eigene Kompositionen, wie das Lied Anorexia, das die Magersucht zum Thema macht. Sketche, Fernsehspots, Rhythmisches, Musik der Big Band und Lieder des Chores rundeten das Programm ab.

Man merkte den Schülern an, dass alles handgemacht war: die Identifikation mit dem Erarbeiteten war groß und bei den Darbietungen zeigten sich echte Talente auf der Bühne. Moritz Niebeling, der mit hinreißender Komik den Fleischfachverkäuferinnenfetischisten mimt sowie Milena Kerst und Dorothea Przyswitt, die ein Diät-Lied vortrugen, wobei sie sich nach jeder Essensorgie mit Ohrfeigen selbst bestraften, brachten das Publikum zum Toben.

Fernsehsendungen wie Rach – Der Restauranttester und ein Kochshow (Jenny Steffens mit französischem Akzent - hinreißend) wurden parodiert. Auch die heutigen Essgewohnheiten, die Schließung des letzten Schlachthofes in Melsungen und Diätverhalten waren Themen, die komisch aufs Korn genommen wurde. So gab es viel begeisterten Beifall und Gelächter im Saal. Ernst wurde es bei Themen wie Hunger und Magersucht. Mit Hilfe des Technik-Teams und der Bühnenhelfer verlief der Abend nahezu reibungslos. Und in der Pause gab es ein Büffet an kleinen, feinen Speisen zu kaufen.

Die Gesamtleitung der Veranstaltung hatten die Lehrer Marcus Noll, Elke Bussiek, Jörn Dahlke, Ramona Helmig, Jan Kramer, Elke Jenge, Julia Götte und Kathrin Melsheimer.

2003 fand zum ersten Mal ein literarisch-musikalischer Abend statt. In diesem Jahr gibt es drei Vorstellungen, die bereits ausverkauft sind.

Text: Agnes Dürr (HNA)

Bilder: Jan Kramer 

 

Der Musikalisch-Literarische Abend 2012

Musik- und Sprachtherapie in der „(Lehr-)Anstalt“

 

Im nunmehr neunten Jahr in Folge gelang es den Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule, im Rahmen des Musikalisch-Literarischen Abends einen kulturellen Höhepunkt in diesem Schuljahr zu setzen. Das von den Teilnehmern selbst gewählte Thema der diesjährigen Veranstaltung lautete: „Neues aus der (Lehr-)Anstalt: Ein „kranker“ Abend an der GSS“. 

Vom 8. bis 10. Februar war die Praxis geöffnet und die begeisterten Besucher wurden mit einem therapeutisch äußerst wirksamen Mix von Programmpunkten überrascht, welche die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrern Jörn Dahlke, Julia Götte, Ramona Helmig, Elke Jenge, Jan Kramer und Kathrin Melsheimer intensiv vorbereitet hatten. Schon im Eingangsbereich der Schule begegnete man allerorten bunten Viren an den Wänden, weißen Kitteln und Akteuren mit abenteuerlichen Verbänden.

Das Publikum wurde mit dem von allen beteiligten Schülerinnen und Schülern vorgetragenen Lied „Schilddrüsenunterfunktion“ launig auf den Abend eingestimmt, in dessen Verlauf dann die unterschiedlichsten Krankheitsbilder ausgelotet wurden. Die Darbietungen überzeugten vom Sologesang mit Gitarrenbegleitung über die etwas härteren Klänge eines Songs von Placebo bis hin zu einem Gospelchor, vom Cembalo über musikalische Pillenpackungen und Apothekerfläschchen bis hin zu den swingenden Bläsern der Bigband. Gleiches galt für die amüsanten szenischen Darstellungen, den Vortrag verstörender Gedichte Gottfried Benns sowie auch für die mitreißenden Dance Acts.

Vielschichtige Unterhaltung war garantiert: so konnten die Zuschauer tanzende Shopaholics bewundern und gleich im Anschluss eine Collage aus den Geräuschen hören, die erkrankte Spaziergänger auf einer Parkbank produzieren. Wer hätte gedacht, dass man seine Nase so melodisch putzen kann? Zu der von dem Kammermusikensemble vorgetragenen Titelmelodie der „Schwarzwaldklinik“ konnte so mancher im Publikum in Erinnerungen an die Halbgötter in Weiß schwelgen. Als Verführung in Weiß erwiesen sich hingegen die Tanzkünste der Schülerin Alexandra Elert, die gemeinsam mit ihrem Partner lateinamerikanischen Tanz auf Wettkampfniveau präsentierte.

Doch auch den dunkleren Seiten von Krankheit widmeten sich die jungen Künstlerinnen und Künstler. So stellte sich in der von Julia Salzmann und Svenja Kroll leidenschaftlich vorgetragenen Adaption eines Songs von Christina Aguilera ein „Kämpfer“ dem Krebs, während Melissa-Joy Degenhardt mit „Fix you“ von Coldplay das Publikum rührte. Durch ihre virtuose Darstellung eines seinerseits therapiebedürftigen „Psychopsychiaters“ hatte Leticia Wahl Abend für Abend die Lacher auf ihrer Seite.

Besonders die Wandlungsfähigkeit der Musiker und Darsteller beeindruckte, die stets aufs Neue ihr Talent unter Beweis stellten. Kicherte man noch eben über ihren Auftritt in der Rolle einer geplagten Mutter, verstörte Tamara Bodden wenig später mit dem Lied „The Art of Suicide“, um schon kurz danach als eine der aufreizenden Zahnarzthelferinnen zusammen mit Melissa-Joy Degenhardt und Mascha Bodden einen umwerfend komischen Jesper Tessin in seiner Lebensbeichte als Zahnarzt aus dem „kleinen Horrorladen“ zu unterstützen.

Am Ende spendete ein begeistertes und erfolgreich therapiertes Publikum Beifall und ersehnt sicher schon den Rückfall im nächsten Jahr.

Birgit Eickhoff, Jan Kramer

 

Der Musikalisch-Literarische Abend 2011

Die HNA berichtete am 06.02.2011 (http://www.hna.de/nachrichten/schwalm-eder-kreis/melsungen/geschwister-scholl-schueler-kultureller-kaperfahrt-1111645.html)

 

Geschwister-Scholl-Schüler auf kultureller Kaperfahrt

Melsungen. Zwei Abende voller Seemannsgarn und Piratenromantik boten etwa 60 Schüler aller Jahrgänge der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen der begeisterten Schulgemeinde.

„Hey, hey, Wickie“: Schmissig vorgetragen wurde der Titelsong aus der Zeichentrick-Wikinger-Serie vom Kammermusik-Ensemble und dem Projektchor. Fotos:  Brandau

Bei dem mittlerweile zur Tradition gewordenen kulturellen Höhepunkt im Schulleben können die Gymnasiasten eigene Gestaltungsideen zu einem fächerübergreifenden Thema verwirklichen – diesmal hatten sie Thema „Seefahrer und Piraten“ gewählt.

Mit „Hoist the Colours“ hisste die verwegene Crew der raubeinigen Piraten und hinreißenden Seeräuberbräute die Startflagge für ein kurzweiliges Programm mit vielfältigen musikalischen und literarischen Interpretationen des Themas. Die Musik stand dabei im Vordergrund. Beeindruckende Eigenkompositionen sowie teils eigenwillige Umsetzungen bekannter Stücke von Brecht über Styx und Silbermond bis zu traditionellen Shanties und Volksliedern begeisterten das Publikum. „Mein Gott, sind die gut!“, rief eine Zuschauerin nicht nur einmal den jungen Akteuren zu.

Die Brecht/Weill’sche SeeräuberJenny alias Tamara Bodden, begleitet von Björn Schreck, brillierte neben Seeräuber-Opa Fabian aus „Pippi Langstrumpf“ (Svenja Kroll, Letitia Wahl). Die selbst komponierte „Ballad of John Silver“ (David Höth, Lea Teschauer, Julia Hansmann) ließ die Schatzinsel von Robert Louis Stevenson am Horizont auftauchen, während die Loreley durch die Eigenkomposition von Jonas Breitenstein, Katharina Dück und Sandra Bodden interpretiert wurde.

Besonders die GSS-Big Band unter Leitung von Elke Jenge brachte die Planken der Aula zum Beben. Aber auch die gesprochenen Textbeiträge verdienten große Beachtung. Die altgriechische Kurzfassung von Homers Odyssee hatte die Lacher verdientermaßen auf ihrer Seite. Kreativ und gekonnt vorgetragene Lesungen zu „Moby Dick“ in Prosa und Lyrik sowie der Vortrag „Die Frau am Meer“ nach Motiven von Henrik Ibsen (beides von Olga Dinner, Jenniffer Kuhnt und Milan Schomber) lösten das Versprechen des literarischen Anteils ein.

Insgesamt gab es viel Lob für die gesamte Besatzung und die Kapitäne und Steuermänner und -frauen (Elke Bussiek, Jörn Dahlke, Ramona Helmig, Elke Jenge, Jan Kramer und Kathrin Melsheimer). Auch die Kombüse (Sport-GK) die Technik (Dana Krippendorf u.a.) und die Matrosen vom Bühnenaufbau verdienen Anerkennung. (zbr)

 

Musikalisch-Literarischer Abend 2010

Auch im Schuljahr 2009/10 gab es mit dem Musikalisch-Literarischen Abend (27./28.01.) einen kulturellen Höhepunkt an der Geschwister-Scholl-Schule in Melsungen.

Da dieser Abend ein Bestandteil der Jubiläumswoche der GSS war, stand er unter dem Motto „Geschwister- Zusammen ist man weniger allein“. Über 50 Schülerinnen und Schüler beleuchteten an diesem Abend ganz unterschiedliche Sichtweisen auf Geschwister: Einzelkind oder Zwillinge, Zusammenhalt, Streit und Versöhnung oder die Gegensätzlichkeit von Geschwistern waren nur einige Aspekte. Chor, Combo, Kammermusikensemble und  Schulband haben eifrig geprobt, von klassisch bis rockig, von melancholisch bis heiter war für jeden etwas dabei. Schülereigene Kompositionen waren ebenso zu hören wie selbst verfasste Gedichte und Texte sowie weitere literarische Leckerbissen, die kreativ in Szene gesetzt wurden. Die Zuschauer waren begeistert.

Humorvoll ging es auf den beiden Kabarett-Abenden mit Justus Riemenschneider zu, der zugunsten der Geschwister-Scholl-Schule am 22. und 23. Januar 2010 sein Programm „Vom Urknall bis zur GSS“ präsentierte und aufgrund der großen Nachfrage noch zwei Zusatztermine möglich machte. In diesem Rahmen sorgten unter anderem einige Schüler für musikalische Unterstützung und gaben bereits erste musikalische Ausblicke auf die Bunten Abende.

Der Musikalisch-Literarische Abend 2009: „Licht und Schatten – schwarz und weiß“

„Licht und Schatten - schwarz und weiß“ – und obwohl der Abend wieder alles andere als schwarz und weiß war, sondern bunt, kam der thematisch rote Faden von „schwarz und weiß“ nicht nur in den Darbietungen der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Kleidung, sondern auch in der Kulisse und dem kulinarischen Angebot zur Geltung.

Diese Farbmetaphorik findet sich sonst auch an der Außenfassade der Schule wieder, nicht aber an diesem Abend, denn wer sich Donnerstag oder Freitag der Geschwister-Scholl-Schule näherte, erkannte sie nicht wieder. Das gesamte Gebäude erstrahlte in einer Komposition aus Violett und Grün. 

Ähnlich farbenfroh war dann auch das Programm – Tanz, Gesang, Bands, musikalische Stücke, kurze, ernste und lustige Szenen, Gedichte sowie Kurzgeschichten wurden dem begeisterungsfähigen Publikum geboten.

Licht und Schatten liegen aber nicht nur inhaltlich auf der Bühne eng beisammen, sondern der Abend hatte leider auch seine Schattenseiten. Aufgrund des flammenden Applauses des aufgeheizten Publikums am Donnerstag Abend war die Aula am Freitag bereits innerhalb von wenigen Minuten gefüllt, sodass wir zu unserem Bedauern nicht allen Platz und somit einen gelungenen Abend mit vielen Lichtgestalten bieten konnten. 

Wir bedauern dies und hoffen sehr, dass Sie uns dennoch die Treue halten, insbesondere da wir bereits dabei sind, die Sitzplatz- und Raumgestaltung zu überdenken.

Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis und garantieren Ihnen, dass wir Ihnen allen, wenn im nächsten Jahr die Bühne in neuem Glanz erstrahlt, eine ähnlich gute Show liefern werden. Darauf freuen wir uns sehr!

Ihr „Bunter Abend“ Team!

 

Die HNA berichtete am 06.02.09: 

Licht und Schatten

Literarisch-Musikalischer Abend der Scholl-Schule begeisterte

Von Lena Bierach 

Melsungen. Man stelle sich vor, es gäbe eine Königin namens Licht und eine Königin namens Schatten - wie würden sie sein? Richtig - völlig gegensätzlich. Doch jeder weiß: Ohne Licht kein Schatten, und Gegensätze finden zueinander. 

Wie ein roter Faden spannen sich die Diskussionen der Licht- und Schattenfiguren, die von Sophia Köhler und Roya Asef personifiziert wurden, durch das Programm beim Literarisch-Musikalischen Abend der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) Melsungen. Etwa 140 Schülerinnen und Schüler aller drei Jahrgangsstufen zeigten am Donnerstagabend in einem dreistündigen Programm, was sie unter dem Motto "Große Lichter werfen ihre Schatten voraus" verstehen. 35 Stücke waren es schließlich, die dem Zuschauer geboten wurden, und zwölf der Beiträge wurden von den Schülern in eigener Arbeit komponiert und verfasst. 

Der Bunte Abend, wie er bei den Schülern der GSS auch genannt wird, beanspruchte bei den Zuschauern alle Sinne: Schattenspiele, Theater und ein Tanz waren bei wechselnder Beleuchtung etwas für das Auge. Instrumentale Auftritte, Chorlieder, Bandbeiträge und ruhige Akustik-Musik gingen ins Ohr. Und so manche Beiträge, wie das Musikstück "Over at the Frankenstein Place", bereiteten Gänsehaut. 

Sowohl das Bühnenbild als auch die Kleidung der jungen Künstler waren mit den Farben Schwarz und Weiß passend auf das Thema abgestimmt. 

Zum Ende des Abends breitete sich tosender Applaus in der Aula der GSS aus, und von den Lehrern gab es ein großes Lob an die Darsteller: "Der gesamte Abend war ein Kunstwerk", sagte Musiklehrerin Kathrin Melsheimer voller Freude und stimmte das Schlusslied an. 

Schon zu Beginn des Halbjahres hatten sich die Schülerinnen und Schüler in den Musik- und Deutschkursen auf den Abend vorbereitet, der den Höhepunkt jedes Schuljahres darstellt. Auch die Musik-Ensembles, bestehend aus dem Chor, der Jazz-Combo und dem Kammermusikensemble, ließen ihren Ideen zum Motto des Abends freien Lauf. In der Songwriting AG, die von der GSS angeboten wird, wurden eigene Liedertexte verfasst und geeignete Sängerinnen und Sänger gesucht. Bei der Projektwoche (wir berichteten) gab es zudem eine Gruppe, die sich mit dem Bühnenbild und weiteren Beiträgen beschäftigte. 

Am Ende der Woche wurde Bilanz gezogen: Die Lehrer, die als Jury fungierten, entschieden, welche Stücke für den Abend geeignet waren. "Natürlich konnten wir nicht alle Ideen nehmen. Durch die Auswahl haben wir versucht, mehr Vielfalt in den Abend reinzubringen", sagte Deutschlehrerin Christine Reitz.