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Montag, 18. September 2017

Informationen zu „Gesunde Schule“

 

Gute Gesundheit unterstützt erfolgreiches Lernen.
Erfolgreiches Lernen unterstützt die Gesundheit.
Erziehung und Gesundheit sind untrennbar.“

Desmond O`Byrne (Leiter der Abteilung für Gesundheitsförderung, WHO/Genf)

 

Zentrales Ziel aller an Schule Beteiligten ist die Verbesserung der Bildungsqualität durch eine gesteigerte Gesundheitsqualität. Kernaufgabe der Schule zur Erreichung dieses Zieles ist die Gestaltung gesundheitsfördernder Arbeitsplätze, Lern- und Lebensräume, die vor allem von einem guten Schulklima und einer gesundheitsförderlichen Schulorganisation im Kontext der eigenen Schulentwicklung getragen werden.

Vor diesem Hintergrund haben alle Schulen in Hessen die Verpflichtung, bis zum Schuljahr 2010/2011 Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention im Schulkonzept sichtbar zu integrieren und im Schulprogramm zu verankern. Hierbei sollen Aktivitäten Priorität haben, die die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrerinnen und Lehrern gezielt, wirkungsvoll und nachhaltig fördern.

Neben der gesundheitlichen Situation der Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer im Kontext des Arbeitsplatzes, Lern- und Lebensraumes Schule bilden die aktuellen Strategien der Gesundheitsförderung und Schulentwicklung die Voraussetzungen, unter denen das Konzept Schule & Gesundheit in Hessen in den Jahren 2002–2011 konzipiert, erprobt und reflektiert wird.

Im hessischen Schulwesen wird der Aufruf „Gesundheit für alle“ der Weltgesundheitsorgani­sation (u.a. mit den WHO-Strategien: Ottawa-Charta 1986, Jakarta-Erklärung 1997, Mexiko-Erklärung 2000) umgesetzt und in der Verknüpfung mit aktuellen Strategien der Schulentwicklung nutzbar gemacht, um die Gesundheits- und Bildungsqualität in Schulen spürbar zu verbessern. Hierdurch wird ein eigenständiger Beitrag zu einer „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ sichtbar.

Im Rahmen von Schule & Gesundheit können von Schulen Teilzertifikate sowie ein Gesamtzertifikat „Gesundheitsför­dernde Schule“ erworben werden, die erreichte Etappen im individuellen Schulentwicklungsprozess als Meilensteine der GesundheitsQualität (GQ) markieren.

Die Verleihung des Zertifikats ist eine nach innen würdi­gende Wertschätzung bisher geleisteter Arbeit und eine nach außen sichtbare Anerkennung der erreichten gesundheitsbe­zogenen Schulentwicklungsqualität.

Der Zertifizierungsprozess als ein Konzept der Qualitäts­erhebung, -entwicklung und -sicherung mit erprobten GQ-Instrumenten und festgelegten GQ-Verfahren versetzt Schulen in die Lage, sich über den erreichten Stand auf dem Weg zur „Gesundheitsfördernden Schule“ zu vergewissern (Selbstreflexion) und die schuleigenen Bemühungen mit dem Fokus „Gesundheitsförderung“ zu dokumentieren und nach außen überprüfbar (Fremdreflexion) darzustellen.

 

Der Erwerb eines Teilzertifikats erfordert – neben den the­menspezifischen Anteilen – eine gute Integration der Ge­sundheitsförderung in die eigene Schulentwicklung mit den Mitteln des Gesundheitsmanagements. Der Beginn einer Zertifizierung als „Gesundheitsfördern­de Schule“ (Gesamtzertifikat) ist an fünf Voraussetzungen (Standards) gebunden:

1)    Ein Beschluss der Schulkonferenz zum Erwerb des Gesamtzertifikats „Gesundheitsfördernde Schule“ als Schulentwicklungsziel liegt vor.

2)    Die „Gesundheitsfördernde Schule“ ist als Profilmerk­mal im Leitbild und im Schul-programm ausgewiesen.

3)    Die Umsetzung der grundlegenden Anforderungen des Arbeits- und Gesundheits-schutzes ist gegeben.

4)    Die Umsetzung des Schulgesetzes zur „Rauchfreien Schule“ ist gesichert und wird regelmäßig überprüft.

5)    Darüber hinaus setzt das Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ die Dokumentation von vier Teilzertifikaten (Meilensteinen) voraus:

  • Ernährungs- & Verbraucherbildung
  • Bewegung & Wahrnehmung
  • Sucht- & Gewaltprävention
  • ein eigenes Profilelement nach Wahl