Sie sind hier: Die Schule / Schulinformationen / Oberstufeninformationen

Freitag, 20. Oktober 2017

Wichtige Hinweise für die Einführungs- und Qualifikationsphase (gem. Oberstufen- und Abiturverordnung vom 20.07.2009)

 

I. Die Einführungsphase

 

Der Einführungsphase (1. Jahr der Oberstufe) kommt beim Übergang vom obligatorischen Klassenunterricht zu den eigenverantwortlichen Wahl- und Differenzierungsentscheidungen in der Qualifikationsphase (2. und 3. Jahr der Oberstufe) eine Brückenfunktion zu. Deshalb bietet die Schule spezielle Lernarrangements an (z. B. Orientierungskurse).

In der Einführungsphase wird verbindlicher Unterricht  in folgenden Fächern erteilt:

Deutsch,  zwei Fremdsprachen, Kunst, Musik oder Darstellendes Spiel (DS), Geschichte, Politik und Wirtschaft, evangelische und katholische Religionslehre, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Sport.

Nach der OAVO besteht für die drei naturwissenschaftlichen Fächer (Biologie, Chemie, Physik) eine Pflichtbelegung von 6 Wochenstunden. Die GSS bietet nach einem Beschluss der Schulkonferenz alle drei Naturwissenschaften dreistündig an. Damit hat jede Schülerin / jeder Schüler eine Pflichtbelegung für 2 Naturwissenschaften. Die freiwillige zusätzliche Belegung einer 3. Naturwissenschaft ist möglich.

Über die Unterrichtsverpflichtung hinaus kann jede Schülerin / jeder Schüler weiteren Unterricht in Latein/Französisch (Fortsetzung als 3. Fremdsprache), Italienisch oder Latein (vierstündig, Neubeginn) und/oder Informatik belegen.

Die Grundkurse in Mathematik werden vierstündig, die Grundkurse in den Fächern Deutsch, Fremdsprachen (Ausnahme Neubeginn) und Naturwissenschaften dreistündig und alle anderen Fächer zweistündig unterrichtet. In den Orientierungskursen wird die Stundenzahl jeweils nur 1 Stunde erhöht.

Insgesamt muss die Schülerin / der Schüler in der Einführungsphase 34 Wochenstunden belegen.

Fremdsprachenregelung:

Schülerinnen und Schüler, die in der Mittelstufe benoteten Unterricht in mindestens zwei Fremdsprachen erhalten haben, führen in der Einführungsphase mindestens die erste oder zweite Fremdsprache weiter. Hier müssen sie außerdem auch die andere Fremdsprache fortführen oder eine in der Jahrgangsstufe 8/9 begonnene Fremdsprache belegen oder mit einer neuen Fremdsprache beginnen. Eine neu begonnene Fremdsprache muss dann in der gesamten Qualifikationsphase weitergeführt werden, wobei kein Kurs mit null Punkten abgeschlossen werden darf.

Wer erst in der Jahrgangsstufe 8/9 eine zweite Fremdsprache begonnen hat, muss seine beiden Fremdsprachen (in 5 und 8/9 begonnen) bis zum Ende der Einführungsphase fortführen und mindestens eine davon während der gesamten Qualifikationsphase belegen und in das Abitur einbringen.

Wer in der Mittelstufe keinen Unterricht in einer 2. Fremdsprache erhalten hat, muss in der Einführungsphase eine 2. Fremdsprache neu beginnen (Italienisch oder Latein) und bis zum Abitur fortführen. Kein Kurs darf mit null Punkten abgeschlossen werden und die Kurse des 2. Jahres der Qualifikationsphase müssen in die Gesamtqualifikation eingebracht werden.

Wer über seine Verpflichtung hinaus eine Fremdsprache belegt, kann die Ergebnisse ggf. in der Gesamtqualifikation anrechnen lassen.

Leistungsnachweise (s. § 9,5)

In der Einführungsphase sind in jedem Halbjahr folgende Leistungsnachweise anzufertigen:

a)    je 2 Klausuren in Deutsch, den Fremdsprachen und Mathematik;

b)    je 1 Klausur in allen anderen Fächern (das gilt auch für die Orientierungsfächer);

c)     Im Fach Sport ist eine besondere Fachprüfung durchzuführen, die sportpraktische und sporttheoretische Prüfungsteile enthält.

Zulassung zur Qualifikationsphase

Zur Qualifikationsphase wird zugelassen, wer in jedem verbindlichen Fach am Ende der Einführungsphase 5 Punkte erreicht (s. § 12,2). Nicht zugelassen wird, wer in einem verbindlichen Fach null Punkte erreicht, in 2 der Fächer Deutsch, den verpflichtenden Fremdsprachen und Mathematik weniger als 5 Punkte erhält, in 3 und mehr verbindlichen Fächern weniger als 5 Punkte erreicht (s. § 12,3).

 Jedes verbindliche Fach unter 5 Punkten muss durch mindestens 10 Punkte in einem anderen oder mindestens jeweils 7 Punkte in zwei anderen verbindlichen Fächern ausgeglichen werden (s. § 14,2.1).

Für die Fächer Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik kann der Ausgleich nur durch ein anderes Fach bzw. zwei andere Fächer dieser Fächergruppe erfolgen (s. § 14,2.2).

Zulassung zur Jahrgangsstufe 12 im schematischen Überblick:

 

Keine Zulassung

 

Zulassung mit Ausgleich

„Hauptfächer“

(D, Fr, Ma)

1 x    0 Punkte

2 x < 5 Punkte

 

1 x < 5 Punkte

1 x 10 Punkte oder

2 x   7 Punkte

Verbindliche

Fächer

1 x    0 Punkte

3 x < 5 Punkte

 

2 x < 5 Punkte

Jeweils

1 x 10 Punkte oder

2 x   7 Punkte

In begründeten Ausnahmefällen kann die Versetzungskonferenz mit 2/3-Mehrheit die Zulassung aussprechen.

 

II. Qualifikationsphase

 

Gegen Ende der Einführungsphase wählen die Schülerinnen und Schüler aus dem Angebot der Schule 2 Leistungsfächer. Ein Leistungsfach muss eine fortgeführte Fremdsprache oder Mathematik oder eine Naturwissenschaft sein. Alle Fächer der Stundentafel können als zweites Leistungsfach gewählt werden.

Als Leistungsfach kann nur ein Fach gewählt werden, das während der gesamten Einführungsphase betrieben und am Ende der Einführungsphase mit mindestens 5 Punkten abgeschlossen wurde (s. § 13,1).

Eine Fremdsprache kann als Leistungsfach nur wählen, wer einschließlich der Einführungsphase wenigstens in 4 Jahrgangsstufen durchgehend in dieser Unterricht nachweist. § 13,4).

Leistungskurse vermitteln exemplarisch vertieftes wissenschaftspropädeutisches Verständnis und erweiterte Kenntnisse.

Grundkurse vermitteln grundlegende wissenschaftspropädeutische Kenntnisse und Einsichten in Stoffgebiete und Methoden (s. § 8,2).

Grundkurse in Deutsch und Mathematik werden mit 4, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, Geschichte, Politik und Wirtschaft mit 3, die übrigen Fächer mit 2 oder 3 Wochenstunden unterrichtet (s. § 13,6).

Belegverpflichtungen in der Qualifikationsphase (s. § 13,8)

         1. AF1           Deutsch                        4 Kurse

                            1. Fremdsprache            4 Kurse

                            Kunst / Musik / DS          2 Kurse

                            weitere Fremdsprache    2 Kurse

                       (falls nicht 2 weitere Kurse NW [1] / Informatik
                        belegt werden)

          2. AF           Geschichte                     4 Kurse

                            Politik und Wirtschaft      2 Kurse

                            Religion/Ethik                 4 Kurse

          3. AF           Mathematik                    4 Kurse

                            Naturwissenschaft         4 Kurse

                            weitere NW / Informatik  2 Kurse

                            (falls nicht 2 weitere Kurse einer weiteren
                             Fremdsprache belegt werden)

         Sport                                                4 Kurse

 Einbringverpflichtungen

         1. AF           Deutsch                          4 Kurse

                            1. Fremdsprache            4 Kurse

                            Ku / Mu / DS                 2 Kurse

                            weitere Fremdsprache    2 Kurse

                            (falls nicht 2 weitere Kurse NW / Informatik
                            eingebracht werden)

          2. AF         Geschichte                     2 Kurse

                            Politik und Wirtschaft     2 Kurse

                            weitere                         2 Kurse

(Aus den 6 einzubringenden Kursen müssen mindestens jeweils 2 aus Geschichte und Politik / Wirtschaft sein; in Geschichte müssen dies die Kurse aus der Jahrgangsstufe 13 sein).

          3. AF          Mathematik                   4 Kurse

                            Naturwissenschaft          4 Kurse

                            weitere NW / Informatik  2 Kurse

                            (falls nicht 2 weitere Kurse einer weiteren
                             Fremdsprache eingebracht werden).

Die Schülerin / der Schüler muss mindestens 28 Grundkurse in den 4 Halbjahren der Qualifikationsphase mit in der Regel 33 Wochenstunden pro Halbjahr  besuchen.

 

Zusatzinformationen zu den Fächern Religion, Sport und Latein:

 

Religion

Religion als 3. Prüfungsfach kann nur wählen, wer in der gesamten Einführungsphase am Unterricht in der Religionslehre teilgenommen und in jedem Halbjahr der Qualifikationsphase  einen Kurs in derselben Religionslehre besucht hat.

Kurse nicht christlicher Religionsgemeinschaften können zurzeit nicht angeboten werden. Auch diese Schüler sind jedoch in den angebotenen Kursen herzlich willkommen. Dies bezieht sich auch auf Schülerinnen und Schüler, die keiner Religionsgemeinschaft angehören und dennoch Interesse an theologisch-philosophisch-ethischen Fragestellungen haben.

Ethik kann nicht als Orientierungs- oder Leistungskurs gewählt werden.

Sport: s. Merkblatt

 

Latinum (s. § 50,2)

Jahrgangsstufe :       1. Fremdsprache, 6 Jahre Unterricht (mindestens 5 Punkte)

Jahrgangsstufe :       2. Fremdsprache, bis Ende Einführungsphase   (mindestens 5 Punkte)

Jahrgangsstufe :       3. Fremdsprache, bis Ende Qualifikationsphase  (mindestens 5 Punkte)

Jahrgangsstufe :      Neubeginn Einführungsphase, vierstündig, bis Ende Qualifikationsphase 

(Latinum: Latein als 3. 4. oder 5. Abiturprüfungsfach, mind. 5 Punkte).

Wer obige Bedingungen nicht erfüllt, kann das Latinum durch eine zusätzliche mündliche und schriftliche Prüfung im Rahmen einer Abiturprüfung auf Grundkursniveau erwerben.

Leistungsbeurteilung / Leitungsnachweise (s. § 13)

Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler  werden nach einem Punktsystem beurteilt (0 – 15 Punkte). Mit null Punkten  beurteilte Kurse gelten als nicht besucht. Sie können nicht zur Erfüllung der Beleg- und Einbringverpflichtung herangezogen werden, werden aber im Halbjahreszeugnis und Abiturzeugnis ausgewiesen.

Themen- oder inhaltsgleiche Kurse können einmal wiederholt werden. Auf die Gesamtqualifikation  kann nur das Ergebnis des Wiederholungskurses angerechnet werden (s. § 13,8).

Für die Beurteilung der Leistungen sind die im Unterricht kontinuierlich erbrachten Leistungen mindestens so bedeutsam wie die Ergebnisse der schriftlichen Leistungsnachweise (Klausuren). Zu den im Unterricht kontinuierlich erbrachten Leistungen gehören vor allem  die Mitarbeit im Unterricht, Versuchsbeschreibungen und -auswertungen, Protokolle, Hausaufgaben, Referate usw.

Schwerwiegende und gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit in der deutschen Sprache oder gegen die äußere Form führen zu einem Abzug von 1 oder 2 Punkten (im Fach Deutsch ist ein Abzug von bis zu 4 Punkten möglich).

In der Qualifikationsphase werden in jedem Schulhalbjahr in den Leistungskursen 2 Klausuren angefertigt. Im Verlauf der gesamten Qualifikationsphase  kann eine Klausur in jedem Fach nach Entscheidung der Lehrkraft durch ein Referat, eine Präsentation oder eine schriftliche Ausarbeitung ersetzt  werden (nicht jedoch bei gemeinsamer Klausur von Kursen oder bei abiturvorbereitender Arbeit).

In den Leistungskursen in den modernen Fremdsprachen wird im 2. Jahr der Qualifikationsphase eine Klausur durch eine mündliche Kommunikationsprüfung ersetzt. In den Leistungskursen in den Fächern Kunst, Musik und Darstellendes Spiel wird im 2. Jahr der Qualifikationsphase eine Klausur durch eine fachpraktische Prüfung ersetzt (§9,6)

In jedem Grundkurs ist pro Halbjahr eine Klausur anzufertigen; dazu kommt eine weitere Klausur oder ein weiterer besonderer Leistungsnachweis mit ausführlicher Vorbereitung (z. B. Präsentation, Referat, umfassende schriftliche Ausarbeitung, mündliche Kommuni-kationsprüfung in den modernen Fremdsprachen, fachpraktische Prüfungen in den Fächern Kunst, Musik und Darstellendes Spiel.

Im Leistungskurs Sport (s. Extrablatt) erfolgen 2 Fachprüfungen (mit sportpraktischen und sporttheoretischen Prüfungsteilen).

Im ersten Jahr der Qualifikationsphase soll in allen Fächern jeweils auf Leistungs- und Grundkursniveau ein schriftlicher Leistungsnachweis (Klausur) als Vergleichsarbeit angefertigt werden.

In den Kursen des Prüfungshalbjahres ist in jedem Grund- und Leistungskurs ein schriftlicher Leistungsnachweis zu erbringen.

Ist mehr als die Hälfte der abgelieferten Arbeiten mit weniger als 5 Punkten bewertet worden, so ist die Arbeit einmal zu wiederholen.

Versäumt eine Schülerin oder ein Schüler aus von ihr oder ihm nicht zu vertretenden Gründen eine Klausur, entscheidet die Lehrerin/der Lehrer, ob die Klausur nachzuholen ist oder nicht!

Hat eine Schülerin oder ein Schüler mehr als 4 Halbjahre die Qualifikationsphase besucht, so werden aus den wiederholten Halbjahren jeweils die Ergebnisse des 2. Durchgangs  aufgenommen.

Prüfungsfächer (s. § 24)

Die Schülerinnen und Schüler werden im  Abitur in 5 Prüfungsfächern geprüft. Die ersten 3 Püfungsfächer werden schriftlich, das 4. Prüfungsfach mündlich geprüft. Die 3 schriftlichen Prüfungsfächer müssen mindestens 2 der 3 Aufgabenfelder abdecken. Das 5. Prüfungsfach kann eine Präsentation, eine mündliche Prüfung oder eine besondere Lernleistung sein (s. § 24,1). Unter den Prüfungsfächern müssen die Fächer Deutsch und Mathematik sowie eine Fremdsprache oder Naturwissenschaft oder Informatik sein. Diese Prüfungsfächer können nicht  durch eine besondere Lernleistung ersetzt werden (s. § 24,6). Die besondere Lernleistung (nicht aber die Präsentation) darf sich auf eines der ersten 4 Prüfungsfächer beziehen.

In jedem Prüfungsfach muss die Schülerin / der Schüler  in der gesamten Einführungsphase unterrichtet worden sein und in der Qualifikationsphase  4 Kurse – davon 3 vor dem Prüfungshalbjahr - besucht haben (s. § 24,5).

Präsentation (s. § 37,2-3)

Eine Präsentation (s. 5. Prüfungsfach) ist ein medienunterstützter Vortrag mit anschließendem Kolloquium (auch naturwissenschaftliche Experimente sowie musikalische oder künstlerische Darbietungen sind mögliche Bestandteile). Die Anmeldung einer Präsentation erfolgt mit der Meldung zum Abitur. Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens 4 Schulwochen, beginnend mit dem Unterrichtstag nach der letzten schriftlichen Abiturprüfung.

Besondere Lernleistung (s. § 37,4)

Dies kann sein: Ein umfassender Beitrag aus einem  vom Land geförderten Wettbewerb, eine Jahresarbeit, die Ergebnisse eines umfassenden, auch fachübergreifenden Projekts oder eines Praktikums in Bereichen, die schulischen Referenzfächern zugeordnet werden können. Diese Lernleistung kann im Rahmen oder Umfang eines Kurses von mindestens 2 Halbjahren erbracht werden.

Die besondere Lernleistung ist schriftlich zu dokumentieren und muss im Rahmen eines  Kolloquiums dargestellt und erläutert werden.

Die Beantragung einer besonderen Lernleistung erfolgt spätestens zu Beginn des 2. Jahres der Qualifikationsphase beim Schulleiter mit Angabe der betreuenden Lehrkraft nach  deren Zustimmung. Die Anmeldung ist verbindlich. Am letzten Tag der schriftlichen Abiturprüfung ist Abgabetermin der Arbeit. Die Beurteilung der schriftlichen Ausarbeitung erfolgt durch eine/n betreuende/n Lehrerin/Lehrer (nach Beauftragung durch den Schulleiter) und eine weitere  Lehrkraft. Die Gesamtbeurteilung erfolgt durch einen Fachausschuss, dem die beiden beurteilenden Lehrerinnen/Lehrer und eine/ein Vorsitzende/r angehören.

 

Gesamtqualifikation (s. § 26)

 

Block I

a)   Grundkursbereich

24 Grundkurse, einfach gewertet

 

Mindestpunktzahl:               120 Punkte (24 x   5)

Höchstpunktzahl:                360 Punkte (24 x 15)

 

Bei den einzubringenden 24 Grundkursen sind je 4 aus dem 3. – 5. Prüfungsfach (außer bei einer besonderen Lernleistung).

 

Aus einem Fach können höchstens 4 Kurse eingebracht werden (aus Sport höchstens 3 Kurse, wenn Sport nicht Prüfungsfach ist).

 

In 18 der 24 Grundkurse müssen jeweils mindestens 5 Punkte erreicht werden.

 

b)    Leistungskursbereich

Leistungskurse (8: 4 in jedem Fach) werden zweifach gewertet. In 5 der 8 Leistungskurse müssen jeweils mindestens 10 Punkte der zweifachen Wertung erreicht sein.

 

Mindestpunktzahl:               80 Punkte (8 x 10)

Höchstpunktzahl:                240 Punkte (8 x 30)

Block 2

c)     Abiturbereich

Die Abiturprüfung wird vierfach gewertet. In jedem der 5 Prüfungsfächer sind maximal 60 Punkte zu erreichen..

 

Mindestpunktzahl:               100 Punkte (5 x 20)

Höchstpunktzahl:                300 Punkte (5 x 60)

 

Keine Abiturprüfung einschließlich der besonderen Lernleistung darf mit 0 Punkten abgeschlossen sein.

 

In 3 Prüfungsfächern, darunter einem Leistungsfach, müssen in der Abiturprüfung mindestens  5 Punkte in einfacher Wertung erreicht werden.

 

In schriftlichen Prüfungsfächern, die mit null Punkten abgeschlossen sind, wird eine zusätzliche mündliche Prüfung durchgeführt.

Wird im 4. oder 5. Prüfungsfach eine Prüfung mit null Punkten abgeschlossen, entscheidet der Prüfungsausschuss über eine mögliche Nachprüfung. (§26,8)

 

Prüfungsanforderungen (s. § 25)

Die Aufgaben der Abiturprüfungen erwachsen aus den Lehrplänen. Die Aufgaben für die schriftlichen Prüfungen werden in allen Fächern landesweit einheitlich durch das Kultusministerium gestellt (Landesabitur). Die mündlichen Prüfungen dürfen sich nicht auf die Sachgebiete und Lernziele  nur eines  Schulhalbjahres der Qualifikationsphase beschränken.

 

Die einzelnen mündlichen Prüfungen sowie das Kolloquium dauern in der Regel 20 Minuten, die Präsentationsprüfung in der Regel 30 Minuten.

Termine (s. § 22)

Die schriftlichen Abiturprüfungen finden vor den Osterferien, die mündlichen Prüfungen im Juni statt. Eine Präsentation oder ein Kolloquium kann bereits früher stattfinden. Die Kurse des 2. Jahres der Qualifikationsphase enden mit dem Ende der 2. vollen Unterrichtswoche im Mai.

 

Die Meldung zur Abiturprüfung erfolgt zu Beginn des 4. Halbjahres der Qualifikationsphase.

Zeugnis (s. § 46)

Im Abiturzeugnis erscheinen alle belegten Kurse. Die Ergebnisse der Kurse, die nicht in die Gesamtqualifikation eingebracht werden, werden in Klammern gesetzt.

 

Merkblatt für das Fach Sport

 

1. Allgemeines

Die Kursstruktur im Fach Sport ist nicht mehr primär durch den Bezug zu den einzelnen Sportarten geprägt, sondern dadurch, dass die Sportkurse durch Unterrichtsvorhaben mit bestimmten thematischen Schwerpunkten ihr Profil erhalten. Die Unterrichtsthemen ergeben sich dabei durch die Verknüpfung von pädagogischen Perspektiven, sogenannten Bewegungsfeldern, fachlichen Kenntnissen und Methoden und Formen selbständigen Arbeitens. Ziel ist dabei ein mehrperspektivischer Sportunterricht.

Sport ist Pflichtfach in der gesamten Oberstufe; in jedem Halbjahr muss ein Kurs belegt werden. Nach der Kurswahl ist ein Wechsel in der Regel nicht zulässig.

1.1. Die pädagogischen Perspektiven

 - Leistung, Gesundheit, Kooperation, Gestaltung, Körpererfahrung, Wagnis.

1.2. Die Bewegungsfelder

- Laufen, Springen, Werfen, Bewegung im Wasser, Bewegungen an und mit Geräten, Bewegung gymnastisch, rhythmisch und tänzerisch gestalten, Fahren, Rollen, Gleiten, mit/gegen Partner kämpfen, Spielen, den Körper trainieren, die Fitness verbessern.

2. Sport in der Einführungsphase

In der Einführungsphase wird der Sport in einer festen Lerngruppe durchgeführt. 2-3 Bewegungsfelder und 4 pädagogische Perspektiven sind verpflichtend. (siehe Kursprofil in der Einführungsphase).

3. Sport in den Jahrgangsstufen 12/13

Sport wird in der Qualifikationsphase in festen Lerngruppen durchgeführt. Die Einwahl erfolgt am Ende der Einführungsphase. 2-3 Bewegungsfelder und 4 pädagogische Perspektiven sind pro Halbjahr verpflichtend. Pro Halbjahr findet eine Lernerfolgskontrolle statt (theoretisch/ praktisch). In die Gesamtqualifikation können maximal 3 Sportkurse eingebracht werden. Es besteht keine Verpflichtung, Kurse im Sport einzubringen.

4. Sport als 4. oder 5. Prüfungsfach

Sport kann nur dann als Prüfungsfach gewählt werden, wenn das Fach während der gesamten Qualifikationsphase dreistündig unterrichtet wurde. Die Einwahl in diesen drei-stündigen Kurs erfolgt am Ende der Einführungsphase. 4 pädagogische Perspektiven und 3 - 4 Bewegungsfelder pro Halbjahr sind verpflichtend. Schüler, die Sport als 4. oder 5. Prüfungsfach belegen, müssen im Falle einer Verletzung ein Ersatzfach belegen.

5. Sport als Leistungsfach

Sport kann in der Einführungsphase als Orientierungskurs, in der Qualifikationsphase als Leistungsfach gewählt werden. Der Unterricht gliedert sich in der Einführungsphase in einen dreistündigen Kurs, in der Qualifikationsphase in einen fünfstündigen Kurs. Hier sind 4 pädagogische Perspektiven und 3-4 Bewegungsfelder pro Halbjahr verpflichtend. Im Leistungskurs Sport finden in jedem  Halbjahr zwei besondere Fachprüfungen statt, die sportpraktischen und sporttheoretischen Anteile sind in Form einer Klausur zu erbringen.

6. Fehlen im Sportunterricht / Befreiung vom Sportunterricht

Bei Fehlen im Sportunterricht muss innerhalb von 3 Tagen eine schriftliche Entschuldigung vorliegen; im Ausnahmefall innerhalb einer Woche. Bei Freistellung vom Sportunterricht (Attest) ist eine passive Teilnahme am Sportunterricht verpflichtend, bei der theoretische Kenntnisse bewertet werden. Eine generelle Freistellung vom Sportunterricht ist nicht möglich.


1 Aufgabenfeld

[1] Naturwissenschaft